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10. September 2014

Produktionsschule "Fit für den Start ins Berunfsleben"

Die Produktionsschule der Grümel gGmbH konnte die Hälfte ihrer Teilnehmer vermitteln / Fuldaer Bildungsträger hat ab September wieder Plätze für interessierte Jugendliche frei

Fit für den Start ins Berufsleben

FULDA Eine Erfolgsbilanz zogen jetzt die Verantwortlichen der Produktionsschule der Grümel gGmbH in Fulda. Zwei Produktionsschülerinnen und 4 Produktionsschüler konnten zum Sommer 2014 vermittelt werden: Fünf Jugendliche starten nun in eine Ausbildung, einer beginnt ein Freiwilliges Soziales Jahr. Das ist für den Bereich der so genannten „niederschwelligen Berufsvorbereitung“ eine sehr gute Quote. Damit kann die Produktionsschule ab September wieder freie Plätze für interessierte Jugendliche anbieten.

 „Wir sind stolz darauf, dass wir so viele junge Leute vermitteln konnten“, erklärt Werkstattpädagoge Tobias Leibold. Die Produktionsschule im Grümel-Zentrum ist hervorgegangen aus der Jugendwerkstatt und erhielt nach erfolgter Qualitätsprüfung im April 2013 vom Bundesverband Produktionsschulen als vierte Produktionsschule bundesweit das Qualitätssiegel QPS.

 Oberstes Ziel in der Produktionsschule ist die persönliche Stabilisierung der Teilnehmer. „Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Verbindlichkeit und Ausdauer sind wichtige Kompetenzen, die die Jugendlichen bei Grümel für ihren weiteren Lebensweg erwerben oder festigen sollen. Im praktischen Teil der Holzwerkstatt erwerben sie Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie zum Bearbeiten der Kundenaufträge benötigen“, sagt Tobias Leibold. Dazu zählen theoretische Inhalte und handwerkliche Fertigkeiten, wie etwa der Umgang mit Handmaschinen zur Holzbearbeitung. Unter fachlicher Anleitung werden die Jugendlichen im Zuge der Auftragsarbeiten, die sie für Privatkunden durchführen, beispielsweise an die Herstellung kleinerer Möbelstücke und die Aufarbeitung von Gartenmöbeln herangeführt.

Die Arbeit mit Holz dient dabei aber nur als Mittel zum Erreichen der Ziele. „Entscheidend ist, dass die Produktionsschüler über die Durchführung realer, das heißt bezahlter Kundenaufträge eine Wertschätzung ihrer Arbeit erfahren – das stärkt ihr Selbstwertgefühl und fördert ihre Motivation, ihre momentane Situation zu verbessern“, sagt Sozialpädagogin Viktoria Braun, die mit ihrer Kollegin Susanne Flamme-Brüne zum Team der Produktionsschule gehört. In der Großküche im Grümel-Zentrum und der Grümel-Wäscherei als Partnerabteilungen können die Jugendlichen weitere fachliche Schwerpunkte erleben.

Die Produktionsschüler sind in der Regel zwischen 16 und 24 Jahre alt. 35 Stunden pro Woche sind sie in der Einrichtung. Zwei- bis dreimal wöchentlich frühstücken sie gemeinsam mit dem Betreuerteam, kümmern sich abwechselnd um Organisation und Durchführung. Zusätzlich zum Werkstattalltag gibt es Stützunterricht in Deutsch, Mathematik, EDV und sozialpädagogische Angebote wie Bewerbungs- und Teamtraining, Präventionsarbeit, Kreativprojekte und Sport. Nach der Stabilisierungs- und Orientierungsphase lotet das Team mit den Produktionsschülern ihre Möglichkeiten aus, und sie legen weitere Ziele fest wie das Nachholen des Hauptschulabschlusses, die Teilnahme an einer weiterführenden Maßnahme oder die Vermittlung in Arbeit oder bestenfalls in eine Ausbildung.

Durch das Ausscheiden der sechs Teilnehmer Ende August, hat die Produktionsschule wieder Plätze frei. Bewerben können sich Interessierte unter Telefon (0661) 90293-60. Weitere Informationen finden sie auf der Grümel-Homepage www.gruemel.de im Internet.

Die Arbeit der Produktionsschule wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, das Land Hessen, das Kommunale Kreisjobcenter und die Stadt Fulda.

 

 

 

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