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April 2013

Präsentationsveranstaltung Ausbildung 3.5

Bei einem der „Tag der offenen Tür“ informierte Grümel in Fulda erstmals über sein Angebot Ausbildung 3.5. Es richtet sich unter der Devise „Schritt für Schritt mit uns in die berufliche Zukunft“ an Teilnehmer im Alter von 16 bis 27 Jahre mit besonderem Förderbedarf, die eine Ausbildung absolvieren möchten.
 
Über 40 Gäste waren der Einladung des Bildungsträgers gefolgt, darunter Vertreter der Agenturen für Arbeit in Fulda, Gießen und Hanau, Verantwortliche verschiedener Träger der Region sowie Schulpsychologen aus Fulda und Vertreter der Förderschulen. Die potenziellen Leistungsträger und Vermittler von Bewerbern informierten sich im Grümel-Zentrum in der Steubenallee über das Angebot für Rehabilitanten mit höherem Förderbedarf, das neu zum Portfolio von Grümel gehört.
 
„Wir eröffnen die Teilhabe am Arbeitsleben sowohl durch unser umfangreiches Angebot an maßgeschneiderten Ausbildungsgängen und Ausbildungsstandorten sowie durch die zusätzlich geschaffenen Betreuungsleistungen durch einen Arzt und eine Psychologin, die Grümel neu für diese Maßnahme eingerichtet hat“, betonte Grümel-Geschäftsführer Matthias Kraft in seiner Begrüßung. Sein besonderer Dank galt Jutta Dehler vom Sozialen Dienst, die bei Grümel für die Koordination der Ausbildung 3.5 verantwortlich ist, sowie Psychologin Rita Bug-Sippel und dem betreuenden Arzt Dr. Karl-Heinz Leibold vom Kompetenzteam.
 
2012 hat Grümel die Anerkennung als vergleichbare Einrichtung nach § 35 SGB IX erhalten und bietet nun diese nachhaltige Integrationsleistung in den Arbeitsmarkt durch eine Erstausbildung für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an. „Dieses spezifische Angebot orientiert sich an den persönlichen Voraussetzungen und Leistungsvermögen der jungen Menschen: Es baut auf den Stärken der Auszubildenden auf und fördert den Ausgleich der Defizite, die vor allem im psychischen Bereich erkennbar sind“, erklärte Koordinatorin Jutta Dehler.
 
Zu den besonderen Merkmalen der Ausbildung 3.5 mit höherem Förderbedarf zählen, wie Dehler betonte, neben der medizinischen und psychologischen Unterstützung, die pädagogische und fachliche Ausbildungsbetreuung mit neuen Lern- und Ausbildungsmethoden. Die pädagogischen Gruppenangebote, einschließlich der Freizeit- und Erlebnispädagogik, können die jungen Menschen aktiv mitgestalten. Außerdem berücksichtigt Grümel im Arbeitsalltag die persönlichen Bedürfnisse der Auszubildenden mit Blick auf berufliche Anforderungen und begleitende Praktika in Kooperationsbetrieben durch qualifizierte Fachanleiter. „Auf diese Weise unterstützen wir die jungen Menschen beim erfolgreichen Start ins Berufsleben“, sagte Dehler. Dabei können Jugendliche und junge Erwachsene, die eine Ausbildung anstreben, zwischen den Ausbildungsberufen Beikoch/Beiköchin, Koch/Köchin, Helfer/in in der Hauswirtschaft, Tischler/in, Holzbearbeiter/in, Gartenbauwerker/in und Fachkraft für Verkaufsvorbereitung wählen.
 
Führungen durch die Schulungsräume und Werkstätten des Grümel-Zentrums sowie ein Informationsfilm gaben den Gästen Einblicke in die unterschiedlichen Ausbildungsberufe und die umfangreichen Möglichkeiten, die der Bildungsträger seinen Auszubildenden eröffnet. Bei Aktionen wurden verschiedene Arbeitsbereiche aus dem Ausbildungsangebot vorgestellt. Bei der Führung durch die Schreinerei präsentierte Daniel Genau, der im Rahmen der Ausbildung 3.5 im ersten Ausbildungsjahr zum Holzbearbeiter ist, ein Serviertablett aus Rüster (Ulme), die er als Arbeitsprobe unter Anleitung des Abteilungsleiters Thomas Uth gefertigt hatte. Im Hof war eine Pflanzaktion der Abteilung Garten- und Landschaftsbau zu bestaunen. Und in einem Bus auf dem Grümel-Gelände machte die Abteilung Verkaufsvorbereitung deutlich, was eine Fachkraft in diesem Bereich alles können und welche Talente sie dafür mitbringen sollte.
 
Beim gemeinsamen Essen tauschten sich Gäste und Grümel-Verantwortliche aus. Das Catering mit Kaffee, Kuchen und Snacks hatten zwei Auszubildende zur Helferin in der Hauswirtschaft, Anna Bendig (2. Ausbildungsjahr 3.5) und Sarah Görlich (1. Ausbildungsjahr 3.5), unter Leitung der Hauswirtschaftsabteilung mit vorbereitet und durchgeführt.
 
Koordinatorin Jutta Dehler zog am Ende des „Tags der offenen Tür“ eine durchweg positive Bilanz: „Ich freue mich sehr über das uns entgegengebrachte Interesse und die vielen intensiven Gespräche, die wir führen konnten. Viele Gäste waren sehr beeindruck von unserem Konzept der Ausbildung 3.5.“
 
Wie Jutta Dehler betont, ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung 3.5 mit höherem Förderbedarf die Bewilligung auf Förderung durch einen Leistungs- und Rehabilitationsträger wie beispielsweise die Agentur für Arbeit, das Jugendamt oder in Einzelfällen auch der Rentenversicherungsträger. Wer sich für die Ausbildung 3.5 interessiert, findet Informationen auf der Grümel-Homepage www.gruemel.de unter dem Menüpunkt Ausbildung. Die Arbeit von Grümel wird gefördert und unterstützt durch die Agentur für Arbeit Fulda.

 

 

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