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FULDA Die Produktionsschule Grümel trägt für weitere drei Jahre das Qualitätssiegel QPS. Das ist das Ergebnis der gerade erfolgten erfolgreichen Re-Zertifizierung durch den Bundesverband der Produktionsschulen. Auditor Arne Meisel machte sich vor Ort ein Bild von der Einrichtung und zog ein durchweg positives Fazit: „Erfolge jungen Menschen zu ermöglichen und nicht nur deren Defizite zu verwalten, gelingt der Produktionsschule Grümel durch die konsequente und gelebte Umsetzung der Produktionsschul-Standards. Daher konnte das Qualitätssiegel des Bundesverbandes Produktionsschulen e.V. erneut bestätigt werden.“
Im vergangenen Jahr war die Produktionsschule Grümel in den ehemaligen Schafstall der Propstei Johannesberg umgezogen, weil Anfang September 2016 zur Holzwerkstatt als neues Gewerk der Bereich Töpferei hinzugekommen und die Zahl der Plätze von ursprünglich zwölf auf nun zwanzig erweitert worden war. Davon sind seitdem acht Plätze speziell für junge Flüchtlinge bestimmt, um ihre Integration mit inklusivem Ansatz und Sprachunterricht mit „Deutsch als Fremdsprache“ zu fördern.
Nach der Umstrukturierung stellten sich nun Produktionsschulleiter Tobias Leibold und sein Team, bestehend aus Keramikmeisterin Bettina Bauer sowie Viktoria Braun, Nicole Gies und Susanne Flamme-Brüne vom Sozialen Dienst, der erneuten Prüfung durch den Bundesverband der Produktionsschulen. Im Vorfeld hatten sie einen 30-seitigen Selbstreport über die Arbeit in der Einrichtung erstellt und Auditor Arne Meisel zugesandt, der jetzt die Arbeit und die Atmosphäre in der Produktionsschule bewertete und überprüfte, inwieweit die umfangreichen Kriterien zur Re-Zertifizierung wie beispielsweise Verbindung der Lern- und Arbeitsprozesse, Qualifizierungsbausteine, Regeln und Rituale und viele wichtige Aspekte mehr eingehalten werden. Denn zum Tagesablauf der Produktionsschüler zählen neben der Werkstatt-Tätigkeit Gespräche über aktuelle Ereignisse, ein Sport- und ein EDV-Kurs, Stützunterricht in Mathematik und Deutsch, Sprachförderung für die Flüchtlinge und gemeinsames Frühstücken.
Einen ganzen Tag lang verfolgte der Auditor die Arbeits- und Kommunikationsabläufe, sprach mit Grümel-Mitarbeitern und Produktionsschülern. Im Anschluss war Arne Meisel begeistert: „Insbesondere beeindruckte mich als Auditor für das Qualitätssiegel des Bundesverbandes Produktionsschulen, dass die Verzahnung von praktischem Lernen am Produktionsauftrag und die Vermittlung von theoretischen Inhalten auf sehr hohem Niveau und dennoch nachvollziehbar für die jungen Menschen erfolgt. So gelingt es dem Team, das die Produktionsschul-Idee lebt, viele der meist als unmotiviert geltenden Jugendlichen für das Lernen zu aktivieren und den Weg in eine berufliche Perspektive aufzuzeigen.“
Aktuell sind in der Produktionsschule Grümel noch wenige Plätze frei. Interessierte erhalten Informationen bei Produktionsschulleiter Tobias Leibold unter Telefon (0661) 20619290.
Die Produktionsschule von Grümel wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), das Kommunale Kreisjobcenter Landkreis Fulda, das Land Hessen und die Stadt Fulda.

 

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