Integrationsprojekt Domschule

Grümel engagiert sich seit vielen Jahren für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Das im September 2013 gestartete Domschulprojekt knüpft an die intensive Kooperation an, die Grümel seit Jahren mit der Domschule pflegt. Ziel ist es, die Sprachkompetenz von Schülerinnen und Schülern nicht-deutscher Herkunftssprachen zu verbessern und ihre Integration in Deutschland und ganz speziell in Fulda zu erleichtern.

Kinder und Jugendliche, die innerhalb der letzten ein bis sechs Monate in die Bundesrepublik eingereist sind und die Intensivklassen besuchen, werden für das Integrationsprojekt ausgewählt. Lehrkräfte treffen eine Vorauswahl, denn ein geringes Sprachverständnis muss bereits vorhanden sein. Da die Altersspanne in der Intensivklasse groß ist, erfolgt eine Einteilung in zwei Gruppen von je etwa zehn Schülerinnen und Schülern (10- bis 12-Jährige und 13- bis 15-Jährige). Sie nehmen je ein Mal pro Woche drei Stunden an dem Integrationsprojekt teil und entdecken dabei ihre „neue Heimat“.

Dazu werden verschiedene sprachliche, aber auch (inter)kulturelle Unterrichtseinheiten angeboten. Die Schülerinnen und Schüler lernen unter anderem, wie man einkauft. Sie üben das Fahren mit dem Bus, erkunden die Stadt mittels Stadtplan und erfahren, was sie in ihrer Freizeit tun können – zum Beispiel bei einem Besuch des Jugendtreffs in Fulda oder bei Gesprächen über Vereine in Fulda und Umgebung. Auch ein Bewerbungstraining steht auf dem Programm. All das erfolgt spielerisch, theoretisch und interaktiv. Betreut wird das von der Stadt Fulda geförderte Projekt von Nicole König. Es bietet den Kindern und Jugendlichen sehr gute Voraussetzungen für eine individuelle Gestaltung ihres Lebens. Gleichzeitig nehmen sie Einfluss auf die Integration ihrer Geschwister und Eltern, da sie die gesammelten Erfahrungen automatisch weitergeben.