Berufsorientierung für Förderschulen

Auch für Förderschulen bietet die Grümel gGmbH in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Fulda

Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei im Rahmen eines Schnuppertages und eines einwöchigen Praktikums im Bildungszentrum der osthessischen Bauwirtschaft und bei der Grümel gGmbH eine Vielzahl von Handwerks- und Ausbildungsberufen kennen. Ziel ist es, die Jugendlichen im Prozess ihrer Berufswahl zu unterstützen. Das Projekt ist für alle interessierten Schülerinnen und Schülern der Förderschulen – Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen – der Schulbesuchsjahre 8, 9 und 10 im Landkreis Fulda zugänglich. So nutzte beispielsweise im November 2013 die Anne-Frank-Schule Gersfeld das Angebot. Das Projekt wird durch die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda finanziell unterstützt.
In der Vorbereitungsphase entwickeln die Schülerinnen und Schüler an ihrer jeweiligen Förderschule Basiskompetenzen und handwerkliche Grundfertigkeiten. Anschließend analysieren die Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrkräften ihre Kompetenzen und Fähigkeiten und stellen Interessen sowie handwerkliche beziehungsweise berufliche Eignungen fest. Bei einem Schnuppertag beim Trägerverein für die Stufenausbildung der Bauwirtschaft in Fulda e.V. im Bildungszentrum der osthessischen Bauwirtschaft und bei der Grümel gGmbH erhalten sie dann erste praktische Einblicke in die einzelnen Berufsfelder. Den Schülerinnen und Schülern wird der Weg vom Anforderungsprofil des jeweiligen Handwerks- bzw. Ausbildungsberufs bis zum Ausbildungsinhalt und den Chancen nach der Ausbildung dargestellt. Zu diesen Informationen kommen praktische Komponenten. Bei der Grümel gGmbH können sich die Jugendlichen in der Praxis erproben in einem der vier Arbeitsfelder Verkaufsvorbereitung, Textilreinigung, Holz sowie Hauswirtschaft/Küche.
Im nächsten Schritt organisieren Kreishandwerkerschaft Fulda und Grümel gGmbH in Rücksprache mit den Schulen und den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern ein einwöchiges Praktikum. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in dem ausgewählten Berufspaket unter der Anleitung von ausgebildeten Meistern Tätigkeiten der Ausbildungsberufe eigenständig durchzuführen. Im Team werden kleine Aufgaben gelöst und individuelle Fähigkeiten erprobt und gefördert.

Beispiele hierfür sind das Erstellen eines Verbundmauerwerks, die Aufbereitung eine PKWs, das Zubereiten von Speisen oder das Erstellen von Mosaiken. Aufgrund der eigenständigen praktischen Umsetzung solcher Aufgaben wird bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine nachhaltige Wirkung im Hinblick auf die weitere Berufsorientierung erzielt. Am Ende des einwöchigen Praktikums erhält jeder ein Praktikumszertifikat mit einer Kurzbeurteilung. Außerdem werden Neigungen und Fähigkeit nochmals reflektiert.

Anschließend organisieren die Lehrkräfte an den entsprechenden Förderschulen ein Schulpraktikum beziehungsweise Praxistage in Betrieben. Die Ergebnisse der Berufsorientierung dienen bei der individuellen Auswahl des Berufsfeldes und des Betriebes als wichtige Entscheidungsgrundlage.