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  Chronik
letzte Änderung: 11.10.2011 
   
 
   

 

Die Chronik
des Grümel e. V. und der gemeinnützigen Grümel GmbH

 

1986 

 

Neun junge Leute gründen im April den Verein „ Grüne Mülleimer für Arbeit und Leben e. V.“. Damit wollen sie ein Zeichen gegen die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit setzen. Beschäftigung, Ausbildung und Umwelt-schutzbelange werden mit in der Satzung festgehalten.
Vereinsgründung 
1987
Nach einjähriger Planungs- und Vorbereitungsphase nimmt Grümel im Sommer seine Arbeit auf. Unter Anleitung von Matthias Kraft und Ulrich Nesemann führen sechs schwervermittelbare Jugendliche die ersten Aufträge durch.

Start der
ersten Projekte

1988
Mit der finanziellen Unterstützung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen wird das erste Schreddergerät angeschafft und in Einsatz gebracht.
Grümel schreddert
1989
Grümel setzt ein neues und wirksames Instrument zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit im Landkreis Fulda in Gang: Hilfe zur Arbeit, die geförderte Beschäftigung von arbeitslosen Sozialhilfeempfängern. Sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse ermöglichen dem Sozialhilfeempfänger, eigenständig für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Darüber hinaus ist dadurch mittelfristig eine finanzielle Entlastung der öffentlichen Haushalte zu erwirken.
Hilfe zur Arbeit
1990
Der Oberbürgermeister Dr. Hamberger verleiht den Umweltpreis der
Stadt Fulda u. a. an Grümel e. V., der mit seiner Arbeit eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe erfüllt.
Umweltpreis
der Stadt Fulda
1991
Die Stellenzahl der beschäftigten Jugendlichen kann auf zwölf Personen erweitert werden.
Stellenausbau
1992
Nach einer längeren Planungszeit können vier neue Arbeitsbereiche erschlossen werden: die landkreisweite Einsammlung der Altkühlgeräte,
die Altmetallentsorgung sowie die Bereiche Maler und Hauswirtschaft. Die Beschäftigtenzahl verdoppelt sich auf 30 Personen.
Neue Arbeitsbereiche kommen hinzu
1993
Der Grümel e. V., der seine Mitarbeiterzahl mehrfach aufstocken konnte, verfügt nun über einen eigenen Betriebshof. Rund 100.000 DM hat es gekostet, das landwirtschaftliche Gebäude in Fulda-Niederrode so umzugestalten, dass es den kompletten Bereich Gartenbau und Landschaftspflege, die Maler samt ihrem Lager und den gesamten Fuhr- und Maschinenpark beherbergen kann. Dies war nur dank der finanziellen Unterstützung durch die Arbeitsverwaltung und dank der großen Eigenleistung der Mitarbeiter möglich.
Einweihung
des neuen Betriebshofes
1994
In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege (ZHD) und dem Regionalen Zentrum für Wissenschaft, Technik und Kultur (RWZ) wird ein neues Recycling-Projekt konzipiert und im Frühjahr 1994 begonnen. Historische Baumaterialien, die bei Abbrüchen anfallen, werden gesammelt, aufgearbeitet und für die Wiederverwendung zum Verkauf angeboten.
Ein weiterer Partner wird der Verein „Christliche Initiative – Arbeit für
jede(n) e. V.“, mit dem ein Kooperationsvertrag abgeschlossen wird,
der die Weiterführung des Gebrauchsmöbelmarktes „Sammelsurium“ sicherstellt.
Kooperation
1995
Der Landkreis Fulda beauftragt Grümel e. V. mit der Getrenntsammlung
und Verwertung von ausgedienten Elektrogeräten.
Erstmalig beginnen drei junge Leute bei Grümel eine Ausbildung zum Gärtner im Garten- und Landschaftsbau.
Im Dienste
der Umwelt
1996
Aus organisatorischen und finanziellen Gründen wird überlegt, mehrere Abteilungen an einem Ort zu bündeln. Auf dem ehemaligen amerikanischen Kasernegelände kann eine Liegenschaft bezogen werden, die nun neues Domizil für die Abteilungen Gebrauchtmöbelmarkt, Hauswirtschaft, Elektro-geräte-Recycling und Baustoff-Recycling ist.
Die Abteilung Haus + Hilfe nimmt als mobiler Hausservice ihre Tätigkeit auf.
Vier Bereiche unter einem Dach
1997
Aus Haftungsgründen beschließen die Mitglieder des Grümel e. V. die gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung, Beschäftigung und Quali-fizierung mbH zu gründen. Der Großteil der Zweckbetriebe wird in die
neue Gesellschaft überführt. Der Verein ist der alleinige Gesellschafter
der gemeinnützigen GmbH.
Der zweite Ausbildungsgang zum Tischler startet. Zur Finanzierung von weiteren Ausbildungsplätzen werden Patenschaften ins Leben gerufen.
Die Wäscherei „Wäscheleine“ wird als zusätzlicher Bereich von
Haus + Hilfe eröffnet.

Gründung
Grümel gGmbH




Start: Ausbildung
zum Tischler
Eröffnung: "Wäscheleine"

1998
Das Bürgerhaus am Aschenberg wird übernommen. Neben der Bewirtschaftung werden kulturelle Angebote organisiert.
Die Voraussetzungen für die Ausbildung zur Hauswirtschafterin sind geschaffen. Zwei junge Frauen beginnen im Sommer mit ihrer Ausbildung.
Das in 1996 bezogene Grümel-Zentrum wird erworben.
Bürgerhaus Aschenberg
1999 Erstmalig bietet Grümel die Ausbildung zur Bürokauffrau an.
Außerdem wird nun der Reha-Beruf zur Helferin in der Hauswirt-schaft angeboten.
Die Perspektiva gGmbH wird gegründet. Neben Grümel und der Antoniusheim gGmbH, treten 18 mittelständische Unternehmen der Gesellschaft bei.
Die Qualifizierungs-ABM wird mit 48 Jugendlichen gestartet.
Neue Ausbildungsgänge
2000
Die Abteilung Hauswirtschaft bietet ihre Dienstleistungen nun auch außer Haus an. Auszubildende übernehmen für Firmen, Familienfeiern etc. die Komplettbetreuung vom Service bis zur Raumdekoration.
Das START–Projekt und die Holzwerkstatt werden ins Leben gerufen.
Jeweils 10 benachteiligte Jugendliche werden im Bereich Holz sowie im Garten- und Landschaftsbau und im Bereich Metall gefördert.
Externe Dienstleistung
2001 Die Fachstelle Jugendberufshilfe wird beim Verein Grümel e. V. angesiedelt und arbeitet eng mit den Fachstellen Jugendberufshilfe von Stadt und Landkreis Fulda, der Agentur für Arbeit sowie dem Offenen Kanal zusammen.
Ein weiterer Reha-Ausbildungsberuf kann bei Grümel eingerichtet werden: der Holzbearbeiter.
Jugendberufshilfe
2002
Die Verwaltung und einige weitere Abteilungen ziehen in das Propsteischloss in Johannesberg ein.
Der neue Ausbildungsgang „Fachkraft für Verkaufsvorbereitung“ beginnt.
Zehn Jugendliche aus dem Reha-Bereich werden in Arbeitsbereichen ausgebildet, die im Groß- und Einzelhandel sowie in der KFZ-Lagerhaltung anwendbar sind.
Umzug
von Grümel
2003
Die erste Verbundausbildung zum Elektroniker mit dem Fachschwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik startet in Kooperation mit dem Eichenzeller Unternehmen R+S solutions AG.
Im Bereich der Qualifizierenden Beschäftigung wird das Projekt „Bunte Bahnhöfe“ gestartet. 18 Bahnhöfe werden durch acht Mitarbeiter verschönert und benutzerfreundlicher gemacht.
In Zusammenarbeit mit der Ferdinand-Braun-Schule Fulda übernimmt Grümel die sozialpädagogische Betreuung der EIBE-Klasse.
Ausbildung
in Kooperation
2004
Die Agentur für Arbeit vergibt erstmals die Durchführung von Jugend-maßnahmen im Übergang Schule-Beruf per Ausschreibung. Die gemeinnützigen Gesellschaften Grümel und Prisma, das Berufsbildungszentrum Fulda haben sich aus diesem Grund zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und ein gemeinsames Angebot abgegeben. Die ARGE erhält den Zuschlag, 189 Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen.
Arbeitsgemeinschaft
2005
Grümel führt ein Qualitätsmanagementsystem ein und wird nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.
Jutta Diel wird als Nachfolgerin von Ulrich Nesemann in die Geschäftsführung berufen, der die Entwicklung von Grümel maßgeblich geprägt hat.
Mit dem Kauf des ehemaligen Casinos entsteht ein neuer Standort, an dem verschiedene Abteilungen zusammengeführt werden.
Das Kulturlandschaftspflege-Projekt startet mit zehn Mitarbeitern auf der Wasserkuppe.
Die Arbeitsgemeinschaft erhält auch vom Landkreis Fulda den Auftrag,
112 Jugendliche in Ausbildung zu vermitteln. Der Maßnahmetyp startet unter dem Namen „proJu“.
Der neue Ausbildungsgang „Fachkraft für Textilreinigung“ beginnt. Drei Jugendliche können ihre Ausbildung bei Grümel in Zusammenarbeit mit Kooperationsfirmen aufnehmen.
Zertifizierung



Neuer Standort






Neuer
Ausbildungsgang


2006
Mit der Ausbildung zum Maler startet ein neuer Ausbildungsgang. Erstmals muss sich Grümel auch im Bereich der Reha-Ausbildung an einer Ausschreibung beteiligen. Grümel erhält den Zuschlag für 16 Ausbildungsplätze in vier verschiedenen Berufsfeldern.
Neuer Ausbildungsgang
 

Im Jahr 2006 feiert Grümel sein 20jähriges Bestehen. Zum Festakt im neuesten Grümel-Gebäude („Casino“) in der Flemingstrasse sind zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kirche gekommen, die in ihren Festreden ihre Verbundenheit und Dankbarkeit für die Arbeit, die Grümel leistet, zum Ausdruck bringen.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20jährigen Bestehen von Grümel ist die Bevölkerung zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Die einzelnen Abteilungen stellen sich vor und gewährten praktische Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche. Die Besucherinnen und Besucher können „Grümel live erleben“ und sich aktiv beteiligen.
„Wir sagen Danke“ heißt eines der Projekte zum 20jährigen Bestehen von Grümel. Ziel der Aktion ist es, sich bei Partnern und Kunden für die gute Zusammenarbeit bzw. Treue mit einem kleinen oder symbolischen Geschenk zu bedanken. Grümel überreicht z. B. selbst gefertigte Wetterstationen an die Lernhilfe-Schulen, die mit Grümel kooperieren.

20jähriges Bestehen 
2007

Die Abteilungen Großküche und Hauswirtschaft ziehen in ihr neues Domizil im Grümel-Casino. Dadurch kann die Kapazität der Großküche bis zu 1200 Kinderessens-Portionen erweitert werden.
Der erste Durchgang der Verbundausbildung zum Elektroniker wird mit Erfolg beendet.
Außerdem starten zwei neue Ausbildungsgänge im Reha-Bereich – und zwar zum Beikoch/zur Beiköchin sowie zur Fachkraft für Metallbearbeitung.
In der Jugendwerkstatt Aschenberg kann Grümel das gemeinwesen-orientierte Integrationsprojekt „Berufsvorbereitung ohne Gewalt und Sucht“ ins Leben rufen, gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), den Fachdienst Arbeit des Landkreises Fulda und die Stadt Fulda.

Erweiterung
Großküche


Neue Reha-
Ausbildungsgänge

Neues Projekt
am Aschenberg

2008

Offiziell eröffnet wird das Grümel-Bistro „Casino“, das als Ausbildungsbistro konzipiert ist und von Anfang an gut besucht wird.
Zwei neue Ausbildungsgänge (inzwischen der 14. und 15. bei Grümel) kommen hinzu: der Anlagenmechaniker/die Anlagenmechanikerin für Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik sowie der Reha-Beruf Gartenbauwerker/Gartenbauwerkerin.

Bistro Casino

Neue
Ausbildungsgänge

2009

Grümel übernimmt als Pächter die Kantine des Landratsamts in Fulda, die als Ausbildungskantine betrieben wird.
Weil die „mobilen“ Mittagessen für Kindergärten und Schulen stark nachgefragt werden, wird die Küche im Grümel-Zentrum wieder aktiviert. Von dort wird unter anderem die Cafeteria der Winfriedschule Fulda beliefert, die Grümel seit Beginn des Schuljahres 2009/-10 betreut.
Neu ist auch die Teilnahme am Programm „Berufseinstiegsbegleitung“: Vier Fachkräfte unterstützen Jugendliche an Schulen auf dem Weg in die Erwerbswelt.
Gemeinsam mit der Kreis-VHS und dem Bildungsverein „Kreidekreis“ engagiert sich Grümel beim Projekt „Berufsbezogene Sprachförderung“.
Als siebtes Angebot bei den Reha-Berufen kommt die Ausbildung zum Lagerfachhelfer/zur Lagerfachhelferin hinzu.

 

Kantine
im Landratsamt

Küche Grümel-Zentrum

Berufseinstiegs-
begleitung

Berufsbezogene
Sprachförderung

Reha-Ausbildung
Lagerfachhelfer/in

2010

Das Programm IdA (Integration durch Austausch) ermöglicht – koordiniert von Grümel – benachteiligten jungen Leuten aus Osthessen, sich im Ausland durch ein betriebliches Praktikum oder gemeinnützige Workcamp-Arbeit weiterzuentwickeln. Dieses Angebot des Europäischen Sozialfonds haben allein 2010 insgesamt 67 Teilnehmer genutzt, darunter etliche aus Grümel-Abteilungen. Bis 2012 sollen insgesamt 180 Jugendliche diese Chance erhalten.

Im Auftrag des Landkreises Fulda läuft im Hünfelder Tiergartenviertel ein offenes Projekt für Mütter und ihre Kinder: MuKi steht im Zeichen von Begegnung sowie Beratung und beugt der Isolation vor.

Über das Programm „Stärken vor Ort“ sind in einem Grümel-Projekt erstmals fünf Interessierte zu Fuldaer Integrationsassistentinnen geschult worden. Aufgabe der Frauen mit türkischen Wurzeln ist das Brückenbauen zwischen den Kulturen – gerade in den Bereichen Schule und Ausbildung.

Als neue Maßnahmeform, initiiert von der Agentur für Arbeit, werden bei Grümel „Aktivierungshilfen für Jüngere“ eingeführt. Sie sind den berufsvorbereitenden Bildungsangeboten vorgeschaltet und setzen auf motivierende Events, zum Beispiel gemeinsames Entwickeln einer Veranstaltung.

„Of(f)en für herzhafte Integration“ heißt ein neues Projekt zur Existenzgründung, das am Aschenberg durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, den Europäischen Sozialfonds, das Land Hessen und die Stadt Fulda finanziert wird. Migranten bieten zum Beispiel auf Festen russische Spezialitäten aus dem „Schaschlikmobil“ an, kommen dadurch in Kontakt mit Einheimischen und lernen gleichzeitig die für Existenzgründer nötigen Schritte.

Im Zuge des europäischen Mobilitätsprogramms „Leonardo da Vinci“ absolvieren 20 Azubis der osthessischen Gastronomie ein Praktikum in Italien oder Portugal. Von den Auslandserfahrungen der jungen Leute sollen auch ihre Ausbildungsbetriebe profitieren.  

IdA -
Integration
durch Austausch
 

 



Neues Projekt: MuKi


Programm:
Stärken vor Ort

 

Neue Maßnahme: Aktivierungshilfen
für Jüngere

 

Projekt Schaschlikmobil

 


Programm:
Leonardo da Vinci

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